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" Eine Frage: Was glaubt ihr, dass eine Trollin eher »bumst« oder »verkehrt« ? " (Hans Peter Duerr)

Reisenotizen

Donnerstag, 25. Oktober 2007

Reise zur schwarzen Wand

Trauer, Gedankenspiralen, Gefängnisse, komme nicht raus, immer wieder das gleiche, von morgens bis abends eine Soße. Es reicht mir. Über meinem Kopf kreisen die Rabenvögel, laut, krächzend, es sind sehr viele. Sie kommen näher, umrunden mich, berühren mich. Spitze Schnäbel zerhacken meinen Körper, das Innerste wird herausgerissen, sauber bis auf die Knochen. Ich liege in der Sonne, staubtrocken. Eine Herde Elefanten trampelt über mich, die Rippenbögen brechen, Hüftknochen zermalmt. Aus mir wird feiner roter Sand. Die Sonne brennt, Wind kommt auf. Er spielt mit meinem Staub, kleine Spiralen wirbeln durch die Luft, es ist wunderbar. Hier will ich bleiben. Es geht nicht um uns. Es ging noch nie um uns. Mach den nächsten Schritt. Endlich!

Meine Füße berühren den dritten Ort. Die Erde ist krümelig, eiskalt, Herbst, beinahe November. Dieser Teil des Gartens ist grau, ein sehr lichtes nebeliges Grau, flirrend. Tote weiße Bäume ragen in den Himmel. Ein Friedhof, offene Gräber locken mit Wärme.
Heute nicht.
Irgendwo ist sie, sie fiel mich heute schon öfter an, groß und übermächtig. Ich gehe weiter. Vor mir eine riesige schwarze Wand, alles ist zu Ende. Ein Wunsch, ein Traum - dahinter möge das Paradies sein: Wärme, Farben, Licht, bunte glückliche Vögel. Ganz bestimmt. Ich berühre die Wand, sie glänzt. Es ist wie flüssiger Gummi oder Teer. Weich, nachgiebig, elastisch. Kein Durchkommen, kein Paradies auf der anderen Seite. Ich lasse mich in diese Wand fallen, es fühlt sich nach nichts an, die Angst läßt nach. Einfach eine schwarze Wand. Ich spiele mit ihr, lasse mich treiben, erkunde sie. Löse einen Teil von ihr ab, forme eine Art Tennisball und stecke ihn ein. Die Angst ist mein Verbündeter, ich trage sie mit mir. Mein Herz ist leicht, ich gehe weiter.

Dienstag, 23. Oktober 2007

Höhlenreise

SchluchttautavelDer Jäger erwartet mich. Wir sind Freunde. Er begleitet mich tiefer in die Schlucht, bis zu der großen roten Höhle einige Meter über dem Boden. Wir klettern nach oben, ich lege mich auf den kalten Boden, sehe die Wand der Schlucht gegenüber. Im Hintergrund der Höhle sind viele kleine schwarzhaarige Männer, sie bilden einen Kreis um mich. Sie fangen an mich zu zerlegen. Jeder einzelne Finger, jede Zehe wird abgetrennt, ich verschwinde. Was sie tun, weiß ich nicht, doch ich vertraue ihnen.
Später liege ich wieder auf dem Höhlenboden, neu erschaffen. In allen Gelenken ensteht eine leise Rotationsbewegung, alles renkt sich neu ein, ich bin entspannt. Alles findet seinen Platz. Ich erhalte eine deutliche Botschaft. Man wird sehen.

Freitag, 19. Oktober 2007

Reisebekanntschaften

Wieder werde ich erwürgt. Diesmal geht es schneller. Ich liege auf der Erde. Pan erwartet mich. Sein Schwanz ist riesig, kraftvoll, dunkelrot, saftig. Er pulsiert, bebt vor Lust, ein Tropfen löst sich von der Spitze und fällt zu Boden. Pan blickt freundlich, zärtlich, einladend - er will ficken. Eigentlich stehe ich nicht auf Tiermenschen, doch ich bin ausgehungert, wild. Ich möchte Sex. Und ich mag ihn, er gefällt mir auf eine Art und er sieht aus, als könnte er es mir wunderbar machen.

Mit einem Gott vögeln? Ich spüre, wie ich immer feuchter werde, mich weiter und weiter öffne. Pure Lust, Freude an meinem Körper, ich spiele mit mir selbst, mir wird heiß. Alles in mir öffnet sich, fließt über, möchte ausgefüllt werden. Ich nicke ihm langsam zu. Er bewegt sich, er kommt über mich, sein riesiger Schwanz dringt sehr langsam in mich ein, immer tiefer und noch weiter. Kraft trifft auf Kraft. Wir sind gleich stark. Ich komme und in mir und mit ihm entsteht eine bunte, schillernde Kugel, sie wird immer größer, dehnt sich aus, leuchtet in allen Farben. Ein neues Universum. Wir lachen.

Dienstag, 16. Oktober 2007

Reise zum dritten Ort

Ich liege in einem Bett in Berlin. Ein Haus voller Sex. Nebenan wird gevögelt. Zwei Männer, eine Frau? Ich weiß es nicht. Sehr laut. Ein kalter Lufthauch im Zimmer, eisige Finger um meinen Hals. Sie erwürgen mich - schmerzlos. Meine Nasenflügel werden hart, weiß, mein Körper wie Stein. Denke an Argus als er in seinem Sarg lag mit dem Biberfell und den Pfeilen, dem Bogen. Ein Jägerfreund.

Mein Körper zerspringt in Millionen Einzelteile, Moleküle, unsichtbar. Sie verteilen sich rund um die gesamte Erdkugel. Ich rufe nach Verbündeten. Der Ort, den wir suchen, existiert bereits. Er wartet auf uns und unsere Geschenke. Ich laufe über die Erde - sie möchte ein Versprechen: sie möchte sich öffnen und überfließen, sie möchte gevögelt werden. Wir werden dort eine große Vagina in sie einlassen, feucht und füllig, saftig und weich.

Der schwarze Hund steht mitten auf der Autobahn. Schwanz eingekniffen, panische Angst im Blick, orientierungslos. Warnblinkanlagen werden eingeschaltet, Bremslichter leuchten. Gestaltlos finde ich ihn, wir verschmelzen. Ein gewaltiger Sprung und wir sind anderswo, Autos spielen keine Rolle. Wir laufen los, weit und kraftvoll. Der Hund legt sich zu Füßen des blauen Steins. Endlich zuhause.
Der blaue Stein ist schmal und hoch, das Licht pulsiert durch ihn und in ihm. Ein leises Pochen geht von ihm aus, er sendet es in die Erde.

Montag, 15. Oktober 2007

Reise in den Süden

Sommer 1994: Der schwarze Hund steht mitten auf der Autobahn. Schwanz eingekniffen, panische Angst im Blick, orientierungslos. Warnblinkanlagen werden eingeschaltet, Bremslichter leuchten. Ich schaffe es gerade noch, an ihm vorbeizukommen. Im Rückspiegel sehe ich, wie mein Hintermann den Hund voll erwischt - und das nächste Auto fährt über ihn.
Unsere Reise beginnt.
Praxis der Aphrodisia



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danke für den guten...
danke für den guten artikel
glaeserruecken - 26. Sep, 14:54
vielen dank für...
vielen dank für den guten post
glaeserruecken - 26. Sep, 14:49
ein schneller Gedanke
Wie weit geht denn diese "Idee" des Verzeihens? Eine...
IkarosSikinnos - 17. Apr, 11:36
Ich glaube nicht, das...
Ich glaube nicht, das die Griechen die Handlungen ihrer...
babu (Gast) - 31. Mrz, 21:36
Klingt alles sehr gut! Ich...
Klingt alles sehr gut! Ich freu mich schon auf das...
larissa-laura - 27. Mrz, 18:37
remembering
kann ich mich sehr gut daran erinnern. es war auf der...
lemeuf (Gast) - 29. Jan, 18:00
Soviel Grass kann ich...
Das ich mich mit diesem Saft über mehr als die...
netztaucher - 22. Aug, 02:10
*ping*
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Architeuthis - 22. Mrz, 16:26

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