Morgengesellschaft oder polytop den Tag beginnen
Endlich ist es soweit: unser lange geplanter "Morgensalon" wird am Sonntag, 13. Juli um 11 Uhr starten! Um etwas mehr städtisches Flair zu erzeugen und auch, um weitere Vernetzungen voranzubringen, entschieden wir uns für unser derzeitiges Lieblingsbistro, das L`Aristokrassie. Die freundliche Betreiberin Christine stellt uns ihre Räumlichkeiten sowie einen leckeren französischen Brunch zur Verfügung, ab 13 Uhr werden wir mit angenehmer Jazz Musik verwöhnt.Zum Einstieg haben wir uns Sten Linnander eingeladen. Der Sohn eines schwedischen Juristen in internationalen Regierungsdiensten und einer frühen Aktivistin gegen Frauenbeschneidung wuchs u.a. im Nepal und Afghanistan auf und studierte später Geophysik. Der humorvolle, kosmopolitische Freigeist bewegt sich seit langen Jahren in alternativen Forschungszusammenhängen jenseits des wissenschaftlichen Mainstreams und steht im Austausch mit den ungewöhnlichsten Denkern, Bastlern und Erfindern. Als Kenner vieler sozialer Experimente war er vor 30 Jahren am Aufbau eines umfassend angelegten, alternativen Gemeinschafts- und Siedlungsprojekt beteiligt, das er Mitte der 90er verließ. Derzeit kümmert er sich darum, dass ein Satellit mit bemerkenswerten Aufgaben ins Weltall kommt.
Um diesen Satelliten wird sich auch die Gesprächsrunde unserer ersten polytopen Morgengesellschaft drehen. Die Idee dahinter: "KÖNNEN BILDER DIE ERDE RETTEN?" So heißt der Titel des Artikels von Fred Pierce in der neuesten Ausgabe des Arte Magazins, der sich mit der Frage beschäftigt, inwieweit Bilder der Erde, die sowohl das Ausmaß der Zerstörung, als auch die unbeschreibliche Schönheit der Erde zeigen, Menschen zum Handeln bringen können. Es heißt dort: "Eine der berühmtesten und bedeutendesten Fotografien der Erde ist das Bild "Earthrise", das 1968 während der Mondumkreisung durch Apollo 8 entstand. Es hing als Poster in Millionen von Studentenzimmern und wurde zum symbolträchtigen Schlüsselbild der Umweltbewegung".
Bald können wir nicht nur ein Poster der Erde an unserer Wohnzimmerwand betrachten, sondern ein Livebild der gesamten Erde, die sich langsam um ihre Achse dreht, auf unseren Bildschirmen bestaunen. Und das ohne Flimmern, gestochen scharf. Sten Linnander präsentiert ein Projekt, durch das es möglich wird unseren Planeten live, als Kunstwerk und als intimen Freund zu erleben. Er ist fest überzeugt: Diese Begegnung mit der Erde könnte uns eine neue, gemeinsame, für alle ersichtliche Perspektive für das Leben auf unserem Heimatplaneten bieten. Sie öffne Tore für ein neues Bild der Erde, aber auch für ein neues Bild des Menschen und unserer intimen Verbindung mit der Erde und dem Universum.
Stefanie Imann - 30. Jun, 18:18






