Reise zum dritten Ort
Ich liege in einem Bett in Berlin. Ein Haus voller Sex. Nebenan wird gevögelt. Zwei Männer, eine Frau? Ich weiß es nicht. Sehr laut. Ein kalter Lufthauch im Zimmer, eisige Finger um meinen Hals. Sie erwürgen mich - schmerzlos. Meine Nasenflügel werden hart, weiß, mein Körper wie Stein. Denke an Argus als er in seinem Sarg lag mit dem Biberfell und den Pfeilen, dem Bogen. Ein Jägerfreund.
Mein Körper zerspringt in Millionen Einzelteile, Moleküle, unsichtbar. Sie verteilen sich rund um die gesamte Erdkugel. Ich rufe nach Verbündeten. Der Ort, den wir suchen, existiert bereits. Er wartet auf uns und unsere Geschenke. Ich laufe über die Erde - sie möchte ein Versprechen: sie möchte sich öffnen und überfließen, sie möchte gevögelt werden. Wir werden dort eine große Vagina in sie einlassen, feucht und füllig, saftig und weich.
Der schwarze Hund steht mitten auf der Autobahn. Schwanz eingekniffen, panische Angst im Blick, orientierungslos. Warnblinkanlagen werden eingeschaltet, Bremslichter leuchten. Gestaltlos finde ich ihn, wir verschmelzen. Ein gewaltiger Sprung und wir sind anderswo, Autos spielen keine Rolle. Wir laufen los, weit und kraftvoll. Der Hund legt sich zu Füßen des blauen Steins. Endlich zuhause.
Der blaue Stein ist schmal und hoch, das Licht pulsiert durch ihn und in ihm. Ein leises Pochen geht von ihm aus, er sendet es in die Erde.
Mein Körper zerspringt in Millionen Einzelteile, Moleküle, unsichtbar. Sie verteilen sich rund um die gesamte Erdkugel. Ich rufe nach Verbündeten. Der Ort, den wir suchen, existiert bereits. Er wartet auf uns und unsere Geschenke. Ich laufe über die Erde - sie möchte ein Versprechen: sie möchte sich öffnen und überfließen, sie möchte gevögelt werden. Wir werden dort eine große Vagina in sie einlassen, feucht und füllig, saftig und weich.
Der schwarze Hund steht mitten auf der Autobahn. Schwanz eingekniffen, panische Angst im Blick, orientierungslos. Warnblinkanlagen werden eingeschaltet, Bremslichter leuchten. Gestaltlos finde ich ihn, wir verschmelzen. Ein gewaltiger Sprung und wir sind anderswo, Autos spielen keine Rolle. Wir laufen los, weit und kraftvoll. Der Hund legt sich zu Füßen des blauen Steins. Endlich zuhause.
Der blaue Stein ist schmal und hoch, das Licht pulsiert durch ihn und in ihm. Ein leises Pochen geht von ihm aus, er sendet es in die Erde.
Stefanie Imann - 16. Okt, 00:10






