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    <title>Habits of the Heart (&quot; Eine Frage: Was glaubt ihr, dass eine Trollin eher »bumst« oder »verkehrt« ? &quot; (Hans Peter Duerr))</title>
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    <description>&quot; Eine Frage: Was glaubt ihr, dass eine Trollin eher »bumst« oder »verkehrt« ? &quot; (Hans Peter Duerr)</description>
    <dc:publisher>Stefanie Imann</dc:publisher>
    <dc:creator>Stefanie Imann</dc:creator>
    <dc:date>2008-03-25T18:28:52Z</dc:date>
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    <title>Habits of the Heart</title>
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  <item rdf:about="http://habitsoftheheart.twoday.net/stories/4812904/">
    <title>Osternest reloaded</title>
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    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;150&quot; alt=&quot;osterbueffett&quot; width=&quot;200&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/HabitsOfTheHeart/images/osterbueffett.jpg&quot; /&gt;&lt;b&gt;Nach zweijähriger Pause beschlossen wir in diesem Jahr als einen Anfangspunkt in Köln unser traditionelles Osternester Suchen wieder aufzugreifen. Mit Evas Unterstützung wurden Einladungen verschickt, Einkäufe getätigt und der Raum schön hergerichtet. Zwei Zufallsgäste halfen bei der Gestaltung des Büfetts und so fanden sich am Ende ein gutes Dutzend Menschen zum späten Frühstück ein. Etwas unkoordieniert wurden danach eilig die Nester und einzelne Eier versteckt. Das Wetter spielte an diesem Tag wunderbar mit und das war auch wichtig: die Sucherei zog sich dann doch beinahe eine Stunde hin. &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach versammelte sich die Truppe gemütlich vor dem Kamin, Zeit für Gespräche. In verschiedenen Konstellationen wurden zukünftige Aktivitäten geplant: zusammen mit dem &lt;a href=&quot;http://www.der-dritte-ort.org/inside/2007/11/der-dritte-ort.html&quot;&gt;Dritten Ort&lt;/a&gt; ist zunächst eine Art &quot;SonntagsMatinee&quot; an verschiedenen Orten in Köln geplant. Arbeitstitel ist vorläufig &quot;poly - tope Gesellschaft&quot; - was mich aber noch nicht so recht vom Hocker reißt. Als Startpunkt wird es ab Mai jeweils monatlich ein gemeinsames Sonntagsfrühstück mit &quot;Kultur&quot; geben. Eine erste Gästeliste ist erstellt, vier Termine stehen bereits Fest.&lt;br /&gt;
Beinahe größeren Anklang fand die Idee eines regelmäßigen &quot;Abendsalons&quot; der als Erweiterung oder später an Stelle des Sonntagsfrühstücks in Planung ist. Wir freuen uns auf jeden Fall auf den Start einer ersten Testphase in zwei Monaten. Wichtig ist uns lediglich ein inhaltlicher Zusammenhang aller Veranstaltungen, die dazu dienen, neue Netzwerke aufzubauen und unseren Lebensstil zu erweitern und darzustellen.</description>
    <dc:creator>Stefanie Imann</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://habitsoftheheart.twoday.net/topics/Dorfleben&quot;&gt;Dorfleben&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Stefanie Imann</dc:rights>
    <dc:date>2008-03-25T18:12:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://habitsoftheheart.twoday.net/stories/4805974/">
    <title>Kölner Stadtleben bei Regen und Schnee</title>
    <link>http://habitsoftheheart.twoday.net/stories/4805974/</link>
    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;113&quot; alt=&quot;salon_schmitz&quot; width=&quot;150&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/HabitsOfTheHeart/images/salon_schmitz.jpg&quot; /&gt; &lt;b&gt;Trotz gräßlichem Aprilwetter mitten im März zwei wunderbare Tage im Kölner Stadtleben verbracht. Gestern, nach eingen Fehlschlägen in einem netten indischen Imbiss auf der Aachener Straße gelandet. Die Laune stieg langsam, selbst die vereinzelten Hagelschauer konnten daran nichts ändern. Beinahe Berliner Flair erlebten wir danach in bequem eingesessenen Sesseln im Cafe Schmitz. Bei gutem Kaffee und leckerem Schokotörtchen die Zeit vergehen lassen, Leute beobachten (wobei mir mal wieder auffiel, wie merkwürdig der Kölner Kleidungsstil ist: Stilbrüche gehören da  unbedingt dazu), das kulturellle Angebot prüfen. Wir entschieden uns dann für den schon etwas älteren Film&lt;/b&gt; &lt;a href=&quot;http://movies.uip.de/elizabeth/&quot;&gt;Elisabeth&lt;/a&gt; &lt;b&gt;und haben uns gut unterhalten. Auffällig: Cate Blanchett spielte sämtliche Mitakteure mühelos an die Wand, so dass diese doch etwas blass wirkten. Recht kitschig wurde es phasenweise auch: sie in glänzender Rüstung auf dem weißen Pferd - doch das gehört eben zu so einem Schinken mit dazu. Danach noch gemütlicher Ausklang des Abends in einer unserer Lieblingsbars. &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute dann aufwachen mit Blick auf den Schnee im Garten. Nettes Frühstücken bei den Nachbarn, der Besuch dort hatte frische Brötchen beigesteuert. Mit Eva und Brigitta gings dann zum Einkauf fürs morgige Osterfrühstück, schwer beladen (mit Futter für mindestens die ganze Woche)  zurück ins &quot;Dorf&quot; und zum traditionellen Eierfärben bei Heide, wie immer gemütlich bei Tee, kandiertem Ingwer und anderen Leckereien. &lt;br /&gt;
Da Julio noch dringend nette Beigaben für die Osternester besorgen wollte, machten wir uns am späten Nachmittag erneut auf den Weg in die Innenstadt. Vorgesehen war eigentlich nur ein kurzer Gang zum  &lt;a href=&quot;http://www.zweitausendeins.de&quot;&gt;Zweitausendeins&lt;/a&gt; auf der Ehrenstraße. Jedoch wurde unterwegs noch allerlei Schnickes in diversen Läden gefunden, der Buchladen später schließlich mal wieder schwer bepackt verlassen. Beinahe verhungert fanden wir nach mehreren Irrwegen zu einer Neuentdeckung von uns, dem &lt;a href=&quot;http://www.alcazar-koeln.de&quot;&gt;Alcazar&lt;/a&gt;. Danach leichte Ermüdungserscheinungen: der geplante Kinobesuch fiel aus, stattdessen Ausklang dieses Abends in der heimatlichen Badewanne.</description>
    <dc:creator>Stefanie Imann</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://habitsoftheheart.twoday.net/topics/Stadtleben&quot;&gt;Stadtleben&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Stefanie Imann</dc:rights>
    <dc:date>2008-03-22T21:52:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://habitsoftheheart.twoday.net/stories/4806075/">
    <title>Herzgebirge</title>
    <link>http://habitsoftheheart.twoday.net/stories/4806075/</link>
    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;150&quot; alt=&quot;lettre&quot; width=&quot;110&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/HabitsOfTheHeart/images/lettre.jpg&quot; /&gt; &lt;b&gt;Die neue &lt;/b&gt;&lt;a href=&quot;http://www.lettre.de/aktuell.html&quot;&gt;Lettre International, Heft 80&lt;/a&gt; &lt;b&gt;fängt diesmal sehr vielversprechend poetisch mit einem Artikel von Giwi Margwelaschwili an: &quot;Wir sind Alpinisten der Gedichtweltverwaltung und klettern in den Bergen des Herzens. Wir haben uns den höchsten Berg in dem ganzen Herzgebirge als Ziel genommen, den Gipfel der reinen Verweigerung. So heißt dieser Peak. Übrigens nicht zu Unrecht, denn majestätisch hoch und unnahbar ragt der Zacken in den Himmel. Eigentlich sind wir eine Rettungsmannschaft. Viel zu oft kommt es nämlich vor, dass sich ein lyrisches Ich in diesem Gebirge versteigt und klagend seine Hilferufe per Funk in die schon ziemlich dünne Gedichtwelthochgebirgsluft hinausschickt.&quot;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wunderbar geht es später, nach längerer Auflistung diverser, lauernder Gefahren ins diesem Gebirge, weiter: &quot;Jetzt könnten Sie sich fragen, lieber Leser, ob wird den lyrischen Egos in den Niederungen und Tiefebenen der Gedichtwelt auch hinreichende Informationen über die große Gefahr haben zukommen lassen, die der Peak des Herzhochgebirges für sie bedeutet. Sie könnten fragen, ob wir diesen Egos auf extra dazu einberufenen Versammlungen nicht einschärfen, dass es für sie notwendig ist, den Peak - wenn überhaupt - nur gemeinsam und unter der Führung eines erfahrenen Herzbergsteigers der Versweltverwaltung zu besteigen. Und Sie würden vielleicht staunen, wenn wir Ihnen antworteten: &quot;Nein, mein Herr, den lyrischen Egos, die auf den Peak des Herzhochgebirges wollen, raten wir in keiner Weise ab. Wir informieren sie vorsätzlich nicht über die Gefahren, die sie beim Aufstieg dort erwarten. Damit würden wir die Lyrischen nur abschrecken, sich in unserem Herzhochgebirge als Bergsteiger zu versuchen.&quot; [...]&lt;br /&gt;
Sieht diesmal nach sehr guter Lektüre aus, zumal die Lettre diesmal noch mehrere weitere Artikel bringt, die mich sehr interessieren.</description>
    <dc:creator>Stefanie Imann</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://habitsoftheheart.twoday.net/topics/Kulturelle+Vielfalt&quot;&gt;Kulturelle Vielfalt&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Stefanie Imann</dc:rights>
    <dc:date>2008-03-21T22:53:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://habitsoftheheart.twoday.net/stories/4775454/">
    <title>Verzeihen 2</title>
    <link>http://habitsoftheheart.twoday.net/stories/4775454/</link>
    <description>&lt;b&gt;&quot;Handeln, das an Untaten versagt, dem die Untat gleichsam den Boden unter den Füßen wegzieht, bewegt sich im Geflecht der Taten, und Verfehlungen sind auch Taten in dem gleichen Sinne, wie mißratene Gegenstände immer noch das Produkt des Herstellens sind. Dass aber das Vergeben eine dem Handeln selbst innewohnende Fähigkeit zur Korrektur des Mißratenen ist, zeigt sich vielleicht am deutlichsten in der merkwürdigen Tatsache, dass das Verzeihen, also das Rückgängigmachen eines Gehandelten, die gleiche Person-enthüllenden und Bezug-stifenden Charaktere aufweist wie das Handeln selbst.&quot; (Hannah Arendt, Vita aktiva, S. 308) &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Arendt führt im weiteren aus, dass das Vergeben immer ein persönlicher Akt ist: nicht die Tat an sich wird vergeben, sondern man verzeiht eine Sache um einer Person selbst willen. Man könnte sagen, dem menschlichen Aspekt, der niemals unfehlbar ist. Diese Art zu  Verzeihen schafft wiederum Bindungen und Bezugsrahmen der Menschen untereinander. An Orten, an denen mir auch &quot;Fehltritte&quot; vergeben werden, an denen auch &quot;Unglücksfälle&quot; oder Leiden um meiner selbst willen in Kauf genommen werden, kann ich immer wieder neue Abenteuer wagen, neue Dinge erproben - es ermöglicht mir ein Leben in Freiheit und ein Ausschöpfen meiner Möglichkeiten. Gleichzeitig setzt natürlich ein Lerneffekt ein: eine Gruppe, die im sozialen Zusammensein neue Wege einschlagen möchte, anfängt eigene Regeln für ein Miteinander aufzustellen, ist sich dessen bewußt, dass an diesen Stellen mehr Fehler passieren werden, als dies auf ausgetretenen Pfaden der Fall ist. In der gemeinsamen Auseinandersetzung wird ebenfalls klar, dass das &quot;Unrecht&quot; als solches bestehen bleibt: jemand hat sich falsch verhalten und gleichzeitig die Gruppe oder einzelne ihrer Mitglieder in Mitleidenschaft gezogen. Ein höheres Maß an gegenseitigem Verständnis ist nötig, gleichzeitig ist von den Beteiligten allerdings ein höheres Maß an Umsicht gefordert.</description>
    <dc:creator>Stefanie Imann</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://habitsoftheheart.twoday.net/topics/Fertigkeiten&quot;&gt;Fertigkeiten&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Stefanie Imann</dc:rights>
    <dc:date>2008-03-10T22:18:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://habitsoftheheart.twoday.net/stories/4774198/">
    <title>Verzeihen</title>
    <link>http://habitsoftheheart.twoday.net/stories/4774198/</link>
    <description>&lt;b&gt;&quot;Das Heilmittel gegen Unwiderruflichkeit - dagegen, dass man Getanes nicht rückgängig machen kann, obwohl man nicht wußte und nicht wissen konnte, was man tat - liegt in der menschlichen Fähigkeit, zu verzeihen. [...] Verfehlungen sind alltägliche Vorkommnisse, die sich aus der Natur des Handelns selbst ergeben, das ständig neue Bezüge in ein schon bestehendes Bezugsgewebe schlägt; sie bedürfen der Verzeihung, des Vergebens und Vergessens, denn das menschliche Leben könnte gar nicht weitergehen, wenn die Menschen sich nicht ständig gegenseitig von den Folgen dessen befreien würden, was sie getan haben, ohne zu wissen was sie tun. Nur durch dieses dauernde gegenseitige Sich - Entlasten und Entbinden können Menschen, die mit der Mitgift der Freiheit auf die Welt kommen, auch in der Welt frei bleiben, und nur in dem Maße, in dem sie gewillt sind, ihren Sinn zu ändern und neu anzufangen, werden sie instand gesetzt, ein so ungeheueres und ungeheuer gefährliches Vermögen wie das der Freiheit und des Beginnens einigermaßen zu handhaben.&quot; (Hannah Arendt, Vita Aktiva oder vom tätigen Leben, Piper, 3. Auflage 2005, S.303ff)&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hannah Arendt bezieht sich in dieser Textstelle auf ihren Begriff des &quot;Handelns&quot; - also Taten, die einen Anfang haben, sowie jemanden der sie beginnt und &quot;Mittäter&quot;, die die Tat unterstützen und voranbringen. Ein Beispiel wäre der Bau eines Wikingerschiffes und die darauf folgende, gemeinsame Raubfahrt an fremde Gestade. NIemand kann vorher absehen, ob die Schiffsbesatzung überleben wird, im Sturm umkommt, reiche Beute mit nachhause bringt oder arm und verwahrlost an den heimatlichen Herd zurückkehrt. Es steht jedermann frei, an der Fahrt teilzunehmen, Fehler in der Planung oder Unwissenheit über ferne Länder sind mögliche Gefahrenquellen, auf die die Mannschaft sich einläßt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings läßt sich Arendts Zitat ebenso auf beinahe alle Situationen des menschlichen Miteinanders anwenden: Menschen treffen täglich mit ihren Stärken, aber auch mit ihren Unzulänglichkeiten aufeinander: sei es beim gemeinsamen Abendessen, bei der Planung einer Veranstaltung, in Gemeinschaftsprojekten oder ganz profan wenn sie irgendeine Form von Arbeit zusammen unternehmen und sei es nur die Zubereitung einer Mahlzeit. Verschiedene Meinungen und Herangehensweisen prallen dann oft aufeinander. &lt;br /&gt;
In der Regel sucht man sich mit zunehmendem Alter und Erfahrung die Menschen recht genau aus, mit denen man häufiger am gleichen Tisch sitzen möchte. Ebenfalls wird einem zunehmend bewußt, dass es den &quot;perfekten&quot; und immer richtig handelnden und sprechenden Menschen nicht gibt. Und man selbst diese Perfektion aller Wahrscheinlichkeit nach genauso wenig erreichen wird. Dort setzt schon der erste &quot;Verzeihensmechanismus&quot; mir selbst gegenüber ein: immer wieder Fehler zu machen und gerade im zwischenmenschlichen Bereich niemals allen gegenüber wirklich fair und gerecht handeln zu können. Im Laufe der Jahre findet sich, wenn alles gut läuft, aus diesem Gesamtpool der &quot;Unperfekten&quot; ein wohlwollender Freundeskreis zusammen, der in etwa dem eigenen Lebensstil mit all seinen Bedürfnissen, Werten und alltäglichen Umgangsformen am Meisten entspricht. Dieser Kreis an Menschen kann in Kontinuität allerdings nur dann Bestand haben oder sogar produktiv tätig werden, wenn sich alle Beteiligten der Notwendigkeit des ständigen Verzeihens bewußt sind - normalerweise eine soziale Fertigkeit, die wir schon als Kinder in der Familie erlernen.  Bei dem täglichen &quot;Verzeihen&quot; scheint es sich um eine Art &quot;sozialen Vertrag&quot; zu handeln, der stillschweigend zum größten Teil von allen eingehalten wird. Personen, die diesen Vertrag nicht einhalten und unnachsichtig jeden Verfehlung und jede vermeintliche Charakterschwäche der anderen deutlich und öffentlich aussprechen (ohne sich selbst über die eigenen Unzulänglichkeiten bewußt zu sein oder diese gleichwertig und im Sinne gegenseitigen Verständnisses zur Diskussion zu stellen) fallen normalerweise früher oder später aus dem Kreis der Freunde heraus. Ein soziales Miteinander, dass durchaus auch Kritik und Diskussion zuläßt, ist ohne die grundsätzliche Bereitschaft des Verzeihens und wirklichen Vergebens und Vergessens nicht möglich.</description>
    <dc:creator>Stefanie Imann</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://habitsoftheheart.twoday.net/topics/Fertigkeiten&quot;&gt;Fertigkeiten&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Stefanie Imann</dc:rights>
    <dc:date>2008-03-08T14:58:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://habitsoftheheart.twoday.net/stories/4764514/">
    <title>HandWerk von Richard Sennett</title>
    <link>http://habitsoftheheart.twoday.net/stories/4764514/</link>
    <description>&lt;b&gt;Über 300 Seiten von Richard Sennetts Werk habe ich nun hinter mir. Ob ich die restlichen gut 130 auch noch schaffen werde? Leider muss ich das bezweifeln. So beeindruckend Sennetts Persönlichkeit in der direkten Diskussion ankommt, so sehr langweilte mich sein Buch. Ich kann mich auch erinnern, es ging mir schon &lt;/b&gt;&lt;a href=&quot;http://habitsoftheheart.twoday.net/topics/Intimitaet/&quot;&gt;einmal&lt;/a&gt;  &lt;b&gt;so. Was man seinem aktuellen Werk zugute halten muss: es ist auf jeden Fall leicht verständlich.  Mein Wissen über die zehntausendjährige Geschichte der Ziegelsteinherstellung hat sich deutlich erhöht. Ebenso bin ich über alte Handwerkskünste wie Glasbläserei, Töpfern, Geigenbau sowie diverse französische Kochrezepte bestens informiert. &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was mich eigentlich interessierte, blieb weitgehend auf der Strecke bei dieser Fülle an langatmigem Detailwissen. Orginelle Gedankengänge, die über die bereits in der Diskussion am Freitag hinausgehen, finden sich kaum. Die gesellschaftlichen Auswirkungen auf das zunehmende Verschwinden der Handwerkskunst werden wenig behandelt, ebenso vermisse ich weitere Beispiele, auf welche Lebensbereiche sich die handwerklichen Fertigkeiten und ihre Auswirkungen auf das alltägliche Leben ausdehnen lassen. Passagen wie diese haben im Buch leider Seltenheitswert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&quot;Es mag der Eindruck entstehen, dass dieses Verständnis guten Übens der Verbindlichkeit zu geringe Bedeutung beimißt, doch ein verbindliches Engagement dieser Art hat zwei Seiten: die Entscheidung, dass eine Sache es wert sei, getan zu werden, oder dass eine bestimmte Person es wert sei., Zeit mir ihr zu verbringen; und die Pflicht, die wir gegenüber einer Sitte oder den Bedürfnissen eines Menschen empfinden. Der Rhythmus organisiert eine Verbindlichkeit im zweiten Sinne. Wir lernen, wie wir eine Pflicht immer wieder erfüllen. Theologen haben schon vor langer Zeit gezeigt, dass religiöse Rituale wiederholt werden müssen, wenn sie Überzeugungskraft erlangen sollen: Tag für Tag, Monat für Monat, Jahr für Jahr. Die Wiederholung sorgt für Stabilität, doch in der religiösen Übung wird sie deshalb nicht schal. Der Zelebrierende antizipiert jedes Mal, dass etwas Bedeutendes geschehen wird.&quot;&lt;/i&gt; (a.a.O., S.238)</description>
    <dc:creator>Stefanie Imann</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://habitsoftheheart.twoday.net/topics/Fertigkeiten&quot;&gt;Fertigkeiten&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Stefanie Imann</dc:rights>
    <dc:date>2008-03-06T15:27:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://habitsoftheheart.twoday.net/stories/4751368/">
    <title>Dorfidylle mitten in Köln</title>
    <link>http://habitsoftheheart.twoday.net/stories/4751368/</link>
    <description>&lt;b&gt;Seit Mitte August letzten Jahres sind wir nun in Köln gelandet. Weg vom einsamen Dorfleben, irgendwo in der Nähe Gießens, kulturell beinahe verhungert. Was wir hier angetroffen haben ist eine fast schon ländliche Idylle hinter einer häßlichen Tankstelle. Über einen kleinen Weg erreicht man ein grünes Gelände, mit kleinen, hingetupften Häuschen. Von Anfang an durch die 72-jährige Vermieterin und deren Tochter freundlich aufgenommen und des öfteren mit köstlichem Essen verwöhnt. &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Recht schnell wurde klar, dass unser ruhiges Leben der letzten &lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;113&quot; alt=&quot;Esstisch1&quot; width=&quot;150&quot; align=&quot;right&quot; class=&quot;right&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/HabitsOfTheHeart/images/Esstisch1.jpg&quot; /&gt;Jahre sein Ende gefunden hatte: zunächst wohnte &lt;a href=&quot;http://www.jensscholz.com&quot;&gt;Jens&lt;/a&gt; für einige Monate bei uns, der mittlerweile ganz nach Köln übersiedelte. Ab Februar zogen Eva und &lt;a href=&quot;http://www.baubastic.de/&quot;&gt;Dave&lt;/a&gt; in eines der Nachbarhäuschen. Vorgestern großes Reibekuchen Essen mit acht Leuten bei Heide, der Vermieterin. Beinahe fühlt man sich an alte Familientage zurückerinnert: Häufig finden sich &quot;Dorfbewohner&quot; und Gäste rund um Evas und Daves Kamin zum gemeinsamen Abendessen ein.&lt;br /&gt;
Weitere Schritte in eine größere Öffentlichkeit sind geplant: Am 15. März wird es hier ein erstes Planungstreffen zu &lt;a href=&quot;http://www.rabenclan.de&quot;&gt;Calibans wundersamer Wandlung&lt;/a&gt; geben, gefolgt von einem Ostereier Versteck - und Suchspiel am Ostersonntag. Alles wunderbar und genau wie ich es mir gewünscht habe. Trotzdem gewöhnungsbedürftig: Plötzlich kommen Menschen unversehens zum Plausch vorbei, Nepalreisende stranden an unseren Gestaden, Nachbarn bringen Prospekte zur Verschönerung unserer Wohnung vorbei und Heide sucht Unterhaltung beim Ausführen ihrer Hunde. Dazu kommen dann natürlich noch eigene Gäste, die ebenfalls mit am Abendbrottisch integriert werden. Spannend,  wies hier weitergeht. Kulturelle Abendsalons seitens des &lt;a href=&quot;http://www.der-dritte-ort.org/&quot;&gt;Dritten Ortes&lt;/a&gt; sind in Planung.</description>
    <dc:creator>Stefanie Imann</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://habitsoftheheart.twoday.net/topics/Dorfleben&quot;&gt;Dorfleben&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Stefanie Imann</dc:rights>
    <dc:date>2008-03-02T12:00:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://habitsoftheheart.twoday.net/stories/4750358/">
    <title>Calibans wundersame Wandlung oder doch eher ein Liebesakt?</title>
    <link>http://habitsoftheheart.twoday.net/stories/4750358/</link>
    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;165&quot; alt=&quot;AktuellesBeltaine2008Panklein2&quot; width=&quot;204&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/HabitsOfTheHeart/images/AktuellesBeltaine2008Panklein2.jpg&quot; /&gt; Welche Teufel oder Pane mich geritten haben, mich nun doch mal wieder um eine Festplanung des &lt;a href=&quot;www.rabenclan.de/index.php/Aktuelles/AktuellesBeltaine2008&quot;&gt;Rabenclan&lt;/a&gt; zu kümmern, kann ich gar nicht so genau sagen. Sicher ist auf jeden Fall, dass ich die Vorbereitung zu der Veranstaltung sicherlich nicht ohne &lt;a href=&quot;http://axonas.twoday.net/&quot;&gt;Julios&lt;/a&gt; weitreichende Unterstützung hinbekommen hätte. An dieser Stelle nochmal einen herzlichen Dank dafür!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwierigkeiten ergaben sich relativ zügig, allein schon mit dem von uns gewählten, ersten Logo und dem ursprünglichen Titel &quot;Calibans Liebesakt&quot; - andererseits, was will man auch erwarten, wenn man sich Shakespeares &quot;Der Sturm&quot; zum Vorbild nimmt? Prompt pißte uns Ariel in die Suppe. Bild, Text und Konzept mußten geändert werden. Wobei die jetzige Werbung mir trotz allem als sehr gelungen erscheint. Was ist das Anliegen? Mir schwebt schon lange vor, Erotik, Sinnlichkeit, Sexualität in einen sinngebenden, rituellen Rahmen einzupassen. Das Ganze soll obendrauf noch Spaß machen, Fest und Lernen miteinander verbinden, eine Gemeinschaft stärken. Diese Veranstaltung anläßlich Beltaine ist ein erster Versuch, die Themen miteinander zu verbinden. Sicherlich wird sich dieser Versuch im Rahmen eines Vereinsfestes auf relativ harmlosen Boden bewegen, doch scheint es mir ein vielversprechendes Experiment zu werden - mit Potential zur weiteren Vertiefung im Kontext des &lt;a href=&quot;http://www.der-dritte-ort.org/&quot;&gt;Dritten Ortes&lt;/a&gt;.</description>
    <dc:creator>Stefanie Imann</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://habitsoftheheart.twoday.net/topics/Sinnliche+Rituale&quot;&gt;Sinnliche Rituale&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Stefanie Imann</dc:rights>
    <dc:date>2008-03-01T21:27:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://habitsoftheheart.twoday.net/stories/4750170/">
    <title>Richard Sennett in Köln</title>
    <link>http://habitsoftheheart.twoday.net/stories/4750170/</link>
    <description>&lt;b&gt;Gestern abend zur Eröffnung der &lt;/b&gt;&lt;a href=&quot;http://www.litcologne.de&quot;&gt;Lit Cologne&lt;/a&gt; &lt;b&gt;besuchten wir bei stürmischen Wetter eine Diskussion und Lesung mit dem bekannten Soziologen&lt;/b&gt; &lt;a href=&quot;http://habitsoftheheart.twoday.net/?day=20051019&quot;&gt;Richard Sennett&lt;/a&gt; &lt;b&gt;in der&lt;/b&gt; &lt;a href=&quot;http://www.kulturkirche-koeln.de/&quot;&gt;Kulturkircher Köln&lt;/a&gt;.. &lt;b&gt;Beeindruckt hat mich die Menschenfreundlichkeit und Bescheidenheit dieses Mannes auf den ersten Blick. Noch sympathischer wurde er mir, als er die Diskussion nach gut 1, 5 Stunden beenden wollte, um draußen eine Zigarette zu rauchen. Dieses Vorhaben jedoch wurde von der Moderatorin vereitelt. Leider? Für mich als Raucherin vielleicht, trotzdem war ich auch die nächsten 20 Minuten weiterhin gefesselt.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sennett stellte sein neuestes Buch &quot;HandWerk&quot; (Berlin Verlag; Auflage: 1, 10. Januar 2008) vor. &quot;Handwerk&quot; versteht sich eher im englischen Sprachgebrauch als im deutschen. Sennett spricht hier nicht nur vom klassischen Handwerker, also Schreiner, Maler, Mauerer, sondern er dehnt den Begriff auf &quot;Fertigkeiten&quot; aus. Diese Fertigkeiten schließen ebenso das Tun von Musikern, Programmierern, Laboranten, Schriftstellern, etc. ein.  Im Gegensatz zu seiner Lehrerin Hannah Arendt räumt Sennett dem &lt;i&gt;Homo faber&lt;/i&gt; einen größeren Stellenwert und Beitrag zum öffentlichen Leben ein, wenn er von den Verhaltensweisen moderner Linux - Programmierer spricht: &quot; Am &quot;griechischten&quot; ist Linux in seinem unpersönlichen Charakter. In Linux -Online- Workshops vermag man unmöglich zu erkennen, ob &quot;aristotle@mit.edu&quot; nun ein Mann oder eine Frau ist. [...] Ähnlich unpersönlich ging es auch bei den archaischen Handwerkern zu. In der Öffentlichkeit wurden die &lt;i&gt;demioergoi&lt;/i&gt; oft mit dem Namen ihres Berufsstandes angesprochen. Tatsächlich hat Handwerk stets etwas in dieser Weise Unpersönliches. [...] Dass Sie eine neurotische Beziehung zu Ihrem Vater haben, ist keine Entschuldigung dafür, dass Ihre Schwalbenschwanzverbindung nicht fest sitzt.[...] Man könnte auch sagen, dieses unverhohlen Unpersönliche bringt die Menschen dazu, sich nach außen zu wenden.&quot; (a.a.O., S. 41f.)&lt;br /&gt;
Für mich natürlich interessant, hier eine Verbindung zu meiner Massagetätigkeit aufzubauen. Von Sennett sind noch weitere zwei Bücher geplant, die ebenfalls für mich spannende Fragestellungen aufwerfen werden: &lt;i&gt;Krieger und Priester&lt;/i&gt;, eine Studie die sich &quot;mit der Gestaltung von Ritualen zum Umgang mit Aggression und Glaubenseifer&quot; (a.a.O., S. 18f.) befassen wird, sowie der dritte Band &lt;i&gt;Der Fremde&lt;/i&gt;, der &quot;die Fähigkeiten erkunden [soll], die erforderlich sind, um eine dauerhafte Umwelt zu schaffen und darin zu leben.&quot; (a.a.O., S.19)&lt;br /&gt;
Abschließend bleibt noch ein weiterer Pluspunkt Sennetts zu nennen: da die Diskussion auf Englisch stattfand, versprach er, langsam und deutlich zu sprechen - was er tatsächlich den gesamten Abend über durchhielt.</description>
    <dc:creator>Stefanie Imann</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://habitsoftheheart.twoday.net/topics/Fertigkeiten&quot;&gt;Fertigkeiten&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Stefanie Imann</dc:rights>
    <dc:date>2008-03-01T20:18:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://habitsoftheheart.twoday.net/stories/4383067/">
    <title>Reise zur schwarzen Wand</title>
    <link>http://habitsoftheheart.twoday.net/stories/4383067/</link>
    <description>&lt;b&gt;Trauer, Gedankenspiralen, Gefängnisse, komme nicht raus, immer wieder das gleiche, von morgens bis abends eine Soße. Es reicht mir. Über meinem Kopf kreisen die Rabenvögel, laut, krächzend, es sind sehr viele. Sie kommen näher, umrunden mich, berühren mich. Spitze Schnäbel zerhacken meinen Körper, das Innerste wird herausgerissen, sauber bis auf die Knochen. Ich liege in der Sonne, staubtrocken. Eine Herde Elefanten trampelt über mich, die Rippenbögen brechen, Hüftknochen zermalmt. Aus mir wird feiner roter Sand. Die Sonne brennt, Wind kommt auf. Er spielt mit meinem Staub, kleine Spiralen wirbeln durch die Luft, es ist wunderbar. Hier will ich bleiben. Es geht nicht um uns. Es ging noch nie um uns. Mach den nächsten Schritt. Endlich!&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine Füße berühren den dritten Ort. Die Erde ist krümelig, eiskalt, Herbst, beinahe November. Dieser Teil des Gartens ist grau, ein sehr lichtes nebeliges Grau, flirrend. Tote weiße Bäume ragen in den Himmel. Ein Friedhof, offene Gräber locken mit Wärme. &lt;br /&gt;
Heute nicht.&lt;br /&gt;
Irgendwo ist sie, sie fiel mich heute schon öfter an, groß und übermächtig. Ich gehe weiter. Vor mir eine riesige schwarze Wand, alles ist zu Ende. Ein Wunsch, ein Traum - dahinter möge das Paradies sein: Wärme, Farben, Licht, bunte glückliche Vögel. Ganz bestimmt. Ich berühre die Wand, sie glänzt. Es ist wie flüssiger Gummi oder Teer. Weich, nachgiebig, elastisch. Kein Durchkommen, kein Paradies auf der anderen Seite. Ich lasse mich in diese Wand fallen, es fühlt sich nach nichts an, die Angst läßt nach. Einfach eine schwarze Wand. Ich spiele mit ihr, lasse mich treiben, erkunde sie. Löse einen Teil von ihr ab, forme eine Art Tennisball und stecke ihn ein. Die Angst ist mein Verbündeter, ich trage sie mit mir. Mein Herz ist leicht, ich gehe weiter.</description>
    <dc:creator>Stefanie Imann</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://habitsoftheheart.twoday.net/topics/Reisenotizen&quot;&gt;Reisenotizen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 Stefanie Imann</dc:rights>
    <dc:date>2007-10-25T20:10:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://habitsoftheheart.twoday.net/stories/4382238/">
    <title>Höhlenreise</title>
    <link>http://habitsoftheheart.twoday.net/stories/4382238/</link>
    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;150&quot; alt=&quot;Schluchttautavel&quot; width=&quot;200&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/HabitsOfTheHeart/images/Schluchttautavel.jpg&quot; /&gt;&lt;b&gt;Der Jäger erwartet mich. Wir sind Freunde. Er begleitet mich tiefer in die Schlucht, bis zu der großen roten Höhle einige Meter über dem Boden. Wir klettern nach oben, ich lege mich auf den kalten Boden, sehe die Wand der Schlucht gegenüber. Im Hintergrund der Höhle sind viele kleine schwarzhaarige Männer, sie bilden einen Kreis um mich. Sie fangen an mich zu zerlegen. Jeder einzelne Finger, jede Zehe wird abgetrennt, ich verschwinde. Was sie tun, weiß ich nicht, doch ich vertraue ihnen.&lt;br /&gt;
Später liege ich wieder auf dem Höhlenboden, neu erschaffen. In allen Gelenken ensteht eine leise Rotationsbewegung, alles renkt sich neu ein, ich bin entspannt. Alles findet seinen Platz. Ich erhalte eine deutliche Botschaft. Man wird sehen.&lt;/b&gt;</description>
    <dc:creator>Stefanie Imann</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://habitsoftheheart.twoday.net/topics/Reisenotizen&quot;&gt;Reisenotizen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 Stefanie Imann</dc:rights>
    <dc:date>2007-10-23T14:55:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://habitsoftheheart.twoday.net/stories/4382220/">
    <title>Reisebekanntschaften</title>
    <link>http://habitsoftheheart.twoday.net/stories/4382220/</link>
    <description>&lt;b&gt;Wieder werde ich erwürgt. Diesmal geht es schneller. Ich liege auf der Erde. Pan erwartet mich. Sein Schwanz ist riesig, kraftvoll, dunkelrot, saftig. Er pulsiert, bebt vor Lust, ein Tropfen löst sich von der Spitze und fällt zu Boden. Pan blickt freundlich, zärtlich, einladend - er will ficken. Eigentlich stehe ich nicht auf Tiermenschen, doch ich bin ausgehungert, wild. Ich möchte Sex. Und ich mag ihn, er gefällt mir auf eine Art und er sieht aus, als könnte er es mir wunderbar machen. &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einem Gott vögeln? Ich spüre, wie ich immer feuchter werde, mich weiter und weiter öffne. Pure Lust, Freude an meinem Körper, ich spiele mit mir selbst, mir wird heiß. Alles in mir öffnet sich, fließt über, möchte ausgefüllt werden. Ich nicke ihm langsam zu. Er bewegt sich, er kommt über mich, sein riesiger Schwanz dringt sehr langsam in mich ein, immer tiefer und noch weiter. Kraft trifft auf Kraft. Wir sind gleich stark. Ich komme und in mir und mit ihm entsteht eine bunte, schillernde Kugel, sie wird immer größer, dehnt sich aus, leuchtet in allen Farben. Ein neues Universum. Wir lachen.</description>
    <dc:creator>Stefanie Imann</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://habitsoftheheart.twoday.net/topics/Reisenotizen&quot;&gt;Reisenotizen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 Stefanie Imann</dc:rights>
    <dc:date>2007-10-19T14:35:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://habitsoftheheart.twoday.net/stories/4382156/">
    <title>Reise zum dritten Ort</title>
    <link>http://habitsoftheheart.twoday.net/stories/4382156/</link>
    <description>&lt;b&gt;Ich liege in einem Bett in Berlin. Ein Haus voller Sex. Nebenan wird gevögelt. Zwei Männer, eine Frau? Ich weiß es nicht. Sehr laut. Ein kalter Lufthauch im Zimmer, eisige Finger um meinen Hals. Sie erwürgen mich - schmerzlos. Meine Nasenflügel werden hart, weiß, mein Körper wie Stein. Denke an Argus als er in seinem Sarg lag mit dem Biberfell und den Pfeilen, dem Bogen. Ein Jägerfreund.  &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Körper zerspringt in Millionen Einzelteile, Moleküle, unsichtbar. Sie verteilen sich rund um die gesamte Erdkugel. Ich rufe nach Verbündeten. Der Ort, den wir suchen, existiert bereits. Er wartet auf uns und unsere Geschenke. Ich laufe über die Erde - sie möchte ein Versprechen: sie möchte sich öffnen und überfließen, sie möchte gevögelt werden. Wir werden dort eine große Vagina in sie einlassen, feucht und füllig, saftig und weich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der schwarze Hund steht mitten auf der Autobahn. Schwanz eingekniffen, panische Angst im Blick, orientierungslos. Warnblinkanlagen werden eingeschaltet, Bremslichter leuchten. Gestaltlos finde ich ihn, wir verschmelzen. Ein gewaltiger Sprung und wir sind anderswo, Autos spielen keine Rolle. Wir laufen los, weit und kraftvoll. Der Hund legt sich zu Füßen des blauen Steins. Endlich zuhause.&lt;br /&gt;
Der blaue Stein ist schmal und hoch, das Licht pulsiert durch ihn und in ihm. Ein leises Pochen geht von ihm aus, er sendet es in die Erde.</description>
    <dc:creator>Stefanie Imann</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://habitsoftheheart.twoday.net/topics/Reisenotizen&quot;&gt;Reisenotizen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 Stefanie Imann</dc:rights>
    <dc:date>2007-10-15T22:10:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://habitsoftheheart.twoday.net/stories/4382014/">
    <title>Reise in den Süden</title>
    <link>http://habitsoftheheart.twoday.net/stories/4382014/</link>
    <description>&lt;b&gt;Sommer 1994: Der schwarze Hund steht mitten auf der Autobahn. Schwanz eingekniffen, panische Angst im Blick, orientierungslos. Warnblinkanlagen werden eingeschaltet, Bremslichter leuchten. Ich schaffe es gerade noch, an ihm vorbeizukommen. Im Rückspiegel sehe ich, wie mein Hintermann den Hund voll erwischt - und das nächste Auto fährt über ihn. &lt;br /&gt;
Unsere Reise beginnt.&lt;/b&gt;</description>
    <dc:creator>Stefanie Imann</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://habitsoftheheart.twoday.net/topics/Reisenotizen&quot;&gt;Reisenotizen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 Stefanie Imann</dc:rights>
    <dc:date>2007-10-15T13:53:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://habitsoftheheart.twoday.net/stories/2965031/">
    <title>Plädoyer für die Vielfalt des Denkens II</title>
    <link>http://habitsoftheheart.twoday.net/stories/2965031/</link>
    <description>&lt;b&gt;Des weiteren verlangen die Herausforderungen, die sich in den demokratischen Gesellschaftsordnungen unter den Bedingungen sozialer Komplexität stellen, innovative instituionelle Entwürfe. Tatsächliche erleben wir aber überall eine Erschöpfung utopischer Energie (Habermas), und unsere soziale Vorstellungskraft scheint uns gerade da zu verlassen, wo wir sie am dringendsten brauchen. Diese Erschöpfung utopischer Energie geht, was die Geschichte, die Gesellschaft und die Kultur betrifft, mit einem schwindelerregenden Gefühl der Kontingenz einher. Es sieht so aus, als könnte alles anders sein oder anders gewesen sein, nur sind unsere politischen Kulturen viel zu träge, um innovative Lösungen hervorzubringen. &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
(Seyla Benhabib, Hannah Arendt - die melancholische Denkerin der Moderne, Rotbuch Rationen, 1998, S.326)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Ein demokratisches Volk muss seine Identität in der Öffentlichkeit in Szene setzen, damit es seine innere Vielfalt erkennen kann und mit den Folgen, die diese Vielfalt gegebenenfalls für sein Selbstverständnis hat, zurechtkommen kann. Sowohl bei Individuen wie bei Kollektiven wachsen sich Bedrohungen, die von einem Anderssein ausgehen und nicht zerstreut werden, zu Ressentiments gegenüber anderen aus, die nicht so sind wie man selbst. Die freie Öffentlichkeit in einer demokratischen Gesellschaftsordnung muss allen Gruppen in der Zivilgesellschaft in gleicher Weise die Möglichkeit zugestehen, sich in der Öffentlichkeit darzustellen. Jede neue soziale, kulturelle oder politische Gruppe präsentiert ihren Standpunkt den anderen oder stellt sich selbst den anderen so dar, dass sie sich umdeutend zu einer öffentlichen Erscheinung wandelt.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
(a.a.O. S. 327)</description>
    <dc:creator>Thaleia</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://habitsoftheheart.twoday.net/topics/Kulturelle+Vielfalt&quot;&gt;Kulturelle Vielfalt&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Thaleia</dc:rights>
    <dc:date>2006-11-20T12:55:00Z</dc:date>
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