Kölner Stadtleben bei Regen und Schnee
Trotz gräßlichem Aprilwetter mitten im März zwei wunderbare Tage im Kölner Stadtleben verbracht. Gestern, nach eingen Fehlschlägen in einem netten indischen Imbiss auf der Aachener Straße gelandet. Die Laune stieg langsam, selbst die vereinzelten Hagelschauer konnten daran nichts ändern. Beinahe Berliner Flair erlebten wir danach in bequem eingesessenen Sesseln im Cafe Schmitz. Bei gutem Kaffee und leckerem Schokotörtchen die Zeit vergehen lassen, Leute beobachten (wobei mir mal wieder auffiel, wie merkwürdig der Kölner Kleidungsstil ist: Stilbrüche gehören da unbedingt dazu), das kulturellle Angebot prüfen. Wir entschieden uns dann für den schon etwas älteren Film Elisabeth und haben uns gut unterhalten. Auffällig: Cate Blanchett spielte sämtliche Mitakteure mühelos an die Wand, so dass diese doch etwas blass wirkten. Recht kitschig wurde es phasenweise auch: sie in glänzender Rüstung auf dem weißen Pferd - doch das gehört eben zu so einem Schinken mit dazu. Danach noch gemütlicher Ausklang des Abends in einer unserer Lieblingsbars. Heute dann aufwachen mit Blick auf den Schnee im Garten. Nettes Frühstücken bei den Nachbarn, der Besuch dort hatte frische Brötchen beigesteuert. Mit Eva und Brigitta gings dann zum Einkauf fürs morgige Osterfrühstück, schwer beladen (mit Futter für mindestens die ganze Woche) zurück ins "Dorf" und zum traditionellen Eierfärben bei Heide, wie immer gemütlich bei Tee, kandiertem Ingwer und anderen Leckereien.
Da Julio noch dringend nette Beigaben für die Osternester besorgen wollte, machten wir uns am späten Nachmittag erneut auf den Weg in die Innenstadt. Vorgesehen war eigentlich nur ein kurzer Gang zum Zweitausendeins auf der Ehrenstraße. Jedoch wurde unterwegs noch allerlei Schnickes in diversen Läden gefunden, der Buchladen später schließlich mal wieder schwer bepackt verlassen. Beinahe verhungert fanden wir nach mehreren Irrwegen zu einer Neuentdeckung von uns, dem Alcazar. Danach leichte Ermüdungserscheinungen: der geplante Kinobesuch fiel aus, stattdessen Ausklang dieses Abends in der heimatlichen Badewanne.
Stefanie Imann - 22. Mrz, 22:52






